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Woher kommt der Kamin eigentlich? – Die Geschichte des Kamins

Das generelle Prinzip, mit Feuer zu heizen und der Begriff des Kamins gehen bis in die Antike zurück. Mit dem Begriff wurde jegliche Art von Feuerstätte gemeint- vom Lagerfeuer bis zum Schmelzofen. Hier erfahren Sie von der Geschichte des Kamins und wann das Konzept der Feuerstelle im Innenraum zum ersten Mal Aufmerksamkeit fand.

Der erste Kamin – Ca. 90 vor Chr.

Die erste Nutzung eines Kamins, also einer Feuerstätte im Innenraum wird zurück in die Antike Roms datiert. Man verwendete einen Ofen um Wärme zu gewinnen. Die dabei entstehende Wärme wurde über ein Leitungssystem für das Beheizen von Böden und Räumlichkeiten verwendet. Zunächst benutzte man dieses System hauptsächlich für das Heizen von Thermen. Aber auch in einigen Privathäusern machte man von der Idee eines Kamins gebrauch. Allerdings ging die Technologie mit dem Fall des römischen Reichs verloren.

Geschichte des Kamins – Mittelalter

Es wird davon ausgegangen, dass der Kamin erst im Mittelalter neu erfunden wurde. Dabei verwarf man das Konzept, mit einer Feuerstätte im Zentrum des Gebäudes zu heizen, dessen Rauch über ein Loch an der Decke abzog. Es setzte sich die Idee durch, den Kamin an den Rand des Raumes und nicht ins Zentrum zu bauen. So ist die Urform des Kamins entstanden, wie wir ihn heute kennen. Seitenwände und hintere Wand verkleidete man mit Steinen und errichtete einen Rauchabzug.

Geschichte des Kamins – 12. Jahrhundert

Der Kamin im klassischen Sinne erreichte Europa erst im zwölften Jahrhundert. Das Bauen mit Steinen kam in die Mode. Viele Burgen wurden errichtet, in denen der Kamin zu einem baulichen Teil des Gebäudes wurde. Mit der Steinverkleidung der Feuerstelle hielt man die Wärme besser im Raum und reduzierte zusätzlich die Brandgefahr. Aber der Kamin wurde nicht nur zum Heizen verwendet, auch für die Zubereitung von Nahrungsmitteln eignete er sich. Oft wurde er deshalb auch als Holzherd errichtet.

Geschichte des Kamins – 15. Jahrhundert

Im Laufe des 15. Jahrhunderts änderte sich der Aufbau vom Kamin erneut. Die Rückwand des Kamins baute man von nun an mit Metall. Was zu Beginn nur als optische Aufwertung gedacht war, bewehrte sich schnell als idealer Wärmeleiter. So entstanden in Skandinavien die ersten freistehenden Feuerstätten aus Metall.

Wie hat sich die Feuerstelle in der Geschichte des Kamins verändert?

Die Funktionsweisen des Kamins von früher und heute unterscheiden sich kaum. Allerdings haben die moderneren Kaminkonzepte einen vorgeschriebenen Rauchabzug. Rauchgase sind für den Menschen giftig. Während diese zu Beginn der Geschichte des Kamins oft im Raum verweilten, ziehen sie jetzt über den Rauchabzug ab. Dadurch wird die Luftqualität im Raum erheblich gebessert und die Gesundheit geschont.

Verzierungen des Kamins

Die reiche Oberschicht des Mittelalters verzierte die Ränder ihrer offenen Kamine. Die Verzierungen waren eine Art Statussymbol, bei denen sich verschiedene Stile entwickelten. Von offenen Kaminen, die möglichst weit weg von der Wand errichtet wurden bis zu Kaminen mit dreieckigen Ummantelungen. Materialien, wie Naturstein oder kunstvolle Keramik, aus denen die Verzierungen angefertigt waren, machten aus den Kaminen etwas ganz Besonderes.

TM Bolz Kamineinsätze und Kaminkassetten für Deutschland, Österreich und die Schweiz

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